Von Larnaka nach Göcek

03.06.2004

Donnerstag, 03. Juni 2004

Donnerstag, 03.06.04 – Manfred bekommt die obligatorische Schiffs- und Sicherheitseinweisung, aber direkt danach geht die Reise auch schon los: Großsegel und Genua hoch, mit leichtem Westwind nach Osten, wunderbares „Einsegeln“. Ein Fisch biegt den Angelhaken gerade und entkommt so leider, trotzdem ein herrlicher Segeltag, der in der schönen Bucht hinter dem Kap Greco endet.

04.06.2004

Freitag, 04. Juni 2004

Freitag, 04.06.04 – Bis nach Famagusta sind es nur noch gut zehn Meilen, nach der Hälfte ist die UNO-Demarkationslinie erreicht, dann folgt ein paar Meilen lang eine Geisterstadt: nie fertig gestellte Hotelanlagen, die seit 1974 (Invasion der türkischen Armee, Teilung der Insel) mitten im Niemandsland stehen.
In Famagusta bekomme ich einen wunderbaren Liegeplatz zwischen den Fischerbooten im antiken Hafen, die Einreiseformalitäten sind recht schnell erledigt, sogar schon für das Auschecken morgen früh!
Beim Bummel durch die toll erhaltene mittelalterliche Stadt machen sich Manfred und Wolfgang erstmal zu Millionären, denn für 100,- Euro bekommt man zur Zeit 180.000.000,- Türkische Lira! Da kann man im Café gegenüber der gotischen Kathedrale ja schon mal ein Milliönchen Trinkgeld geben! Ein Mal Haare schneiden kostet sechs Millionen und so sieht Wolfgang danach auch aus.

05.06.2004

Samstag, 05. Juni 2004

05.06.2004Samstag, 05.06.04 – Wieder ein toller Segeltag, und ein langer dazu: gut 50 Meilen bis an die Ostspitze der Insel, ein Großteil der Strecke unter Blister, das sieht gut aus und macht Spaß! Direkt am Kap Andreas gibt es nicht nur ein großes Kloster (weil der Apostel Andreas hier im Sturm Zuflucht gesucht hat und eine Wasserquelle fand!), sonder auch ein schönes kleines Restaurant mit Blick auf den heiligen Ort. Aus Zeitmangel müssen sich meine beiden Helden leider für eine der beiden Optionen (Kloster oder Kneipe) entscheiden…

06.06.2004

Sonntag, 06. Juni 2004

Sonntag, 06.06.04 – Kurs West! Und das ist leider genau gegen die Hauptwindrichtung, weshalb Manfred und Wolfgang früh aufstehen, denn morgens ist der Wind üblicherweise am schwächsten. Das bedeutet zwar, das wir motoren müssen, aber das ist immer noch besser, als gegen die doch recht starke Brise am Nachmittag aufzukreuzen. Mittags werden natürlich trotz Gegenwind die Segel gesetzt, aber da haben wir schon 30 Meilen im Sack.
Alici Burun ist ein kleiner Ferienort, ein kleines Kap bildet eine Ankerbucht und bietet Schutz vor dem Wind, die Zeit reicht noch für einen Abendspaziergang und ein paar Lammkoteletts in der Pension am Strand.

07.06.2004

Montag, 07. Juni 2004

Montag, 07.06.04 – 60 Meilen vor dem Bug, Wecken um 05.30 h! Der Lohn für den langen Schlag (bei leider Fast-Flaute): der letzte Liegeplatz im alten Hafen von Girne, eigentlich müssen Yachten nämlich in die neue Marina etwas außerhalb der Stadt. Ich darf mich aber zwischen eine Gület (das sind die großen, türkischen Touristensegelboote für ca. zehn bis dreißig Gäste!) und eine andere Fahrtenyacht zwängen, meine Gangway ragt direkt bis auf die Terrasse des Restaurants! Vor meinem Bug die gewaltigen Mauern des venezianischen Kastells, welches aus einer osmanischen Festung entwickelt wurde, welche aus einer Kreuzritterburg entstanden ist, welche auf einem römischen Fort entstand, welches einen bis in die Steinzeit zurückverfolgbaren Handelsplatz schützte. Geschichte pur – und wir mitten drin!

08.06.2004

Dienstag, 08. Juni 2004

Dienstag, 08.06.04 – Charles von der neben uns liegenden SY „Iris“, der Hafenmeister, die Crew der Gület an meiner Steuerbordseite, die Kellner vom Restaurant: Alle dürfen sie mal durch Manfreds Sofi-Brillen oder durch meinen Sextanten gucken, wie die Venus vor der Sonne entlang zieht! Toll, vor allem, weil man mal die Größenverhältnisse erkennen kann, oder besser: wie winzig die Planeten gegenüber der gewaltigen Sonne sind!
Für den Rest des Tages düsen Manfred und Wolfgang im Leihwagen durch den Westen der Insel uns schauen sich die antiken Stätten in Soli und Vouni, eine weltrekordverdächtige Weinrebe und die Altstadt von Nikosia (Nordteil!) an, bevor sie sich hier im Hafen von einem netten nepalesischen (!) Kellner mit Kaffee und Wasserpfeife nach dem anstrengenden Besichtigungsprogramm wiederherstellen lassen.

09.06.2004

Mittwoch, 09. Juni 2004

Mittwoch, 09.06.04 – Weiter im Programm: Erst auf die Adlerhorst-ähnliche Festung St. Hillarion, dann zum gotischen Juwel Kloster Bellapais und zum Abschluss durch die Gänge und Verliese der Hafenfestung hier in Girne. Eine detailliertere Beschreibung all der Altertümer würde hier mal wieder den Rahmen sprengen, der nepalesische Kellner erkennt die Situation (Sehenswürdigkeitsaufnahmespeicher voll!!) sofort und bringt Wasserpfeife und Kaffee schon ohne Aufforderung!

10.06.2004

Donnerstag, 10. Juni 2004

Donnerstag, 10.06.04 – Eine Dame von der Immigration bringt die Pässe vorbei, danach werden die Achterleinen geslippt und ich gleite unter der Burgmauer entlang auf das Mittelmeer hinaus. Leider lässt der Wind etwas auf sich warten, aber zum Trost erlaubt die türkische Küstenwache, dass wir den neuen Hafen Yogunduvar am Kap Anamur anlaufen dürfen, obwohl wir dort nicht einklarieren können. Das sollen wir dann bei nächster Gelegenheit nachholen. Ist ja prima! Mit der Nachmittagsbrise wird es doch noch ein schöner Segeltag, unter Vollzeug bis vor das Molenfeuer, nur für den Rückwärtsanleger startet Manfred die Maschine.
Yogunduvar liegt außerhalb von Bozyazi, ein paar Fischer, ein Ölsperrenschlepper, ein Küstenwachboot, drei weitere Yachten und zwei Hunde sind die ganze Abendunterhaltung in diesem ruhigen Häfchen.

11.06.2004

Freitag, 11. Juni 2004

Freitag, 11.06.04 – Bananen, Buchten, Burgen, Berge: Eigentlich also reichlich Gründe, die Küste ein paar Tage lang zu erkunden, schon alleine die gewaltige Festung am Kap Anamur wäre ja einen Tagesausflug wert. Aber irgendwo müssen im Besichtigungsprogramm Abstriche gemacht werden, so schauen sich Manfred und Wolfgang diesen schönen Landstrich nur von meinem Cockpit aus an, bis am Abend der Bug nach Westen gedreht wird und wir mit einer Nachtfahrt den kompletten Antalya-Golf „abkürzen“. Eine Flotte Fischereifahrzeuge mit unterschiedlichster Lichterführung hat den gleichen Plan und überholt uns in einer ansonsten ruhigen, sternklaren, verträumten Nacht.

12.06.2004

Samstag, 12. Juni 2004

Samstag, 12.06.04 – Weil mein Skipper vergisst, beim Starten des Motors etwas Gas zu geben, säuft selbiger ab und braucht eine Weile, bis er wieder gestartet werden kann. In der Zwischenzeit gibt es Frühstück, und dann sind es ohnehin nur noch ein paar Meilen bis nach Kemer. Der recht touristische Ort mit moderner Marina liegt traumhaft unter dem schneebedeckten Gipfel des 2366 m hohen Tahtali (Olymp). Ich bekomme einen schönen Liegeplatz und auch endlich offizielle türkische Schiffspapiere, denn Kemer ist „Port of Entry“. Der Hafenarzt erkennt den ausgezeichneten Gesundheitszustand meiner Mannschaft auf den ersten Blick, der Einwanderungsbehördenoffizier erkennt die Korrektheit der Pässe sogar bei geschlossenem Deckblatt, der Rest ist Formsache.

13.06.2004

Sonntag, 13. Juni 2004

13.06.2004Sonntag, 13.06.04 – Im Hinterland gibt es reichlich Ruinen, Tempel, Landschaft… Manfred und Wolfgang mieten einen kleinen Fiat und düsen los. An einem Berghang lodern seit Tausenden von Jahren Flammen aus dem Boden: der brennende Atem der Chimäre, die Hephaistos auf Pegasus reitend besiegt hat. Für den Götterschmied gab es deshalb hier in griechischer Zeit mal einen Tempel, die Reste sieht man noch. Das olympische Feuer hat hier auch seinen Ursprung, denn an den Flammen wurden früher Fackeln entzündet, die dann nach Olympos gerannt wurden! (Trotzdem bitte nicht mit dem anderen Olymp in Griechenland verwechseln!) Von der alten Hafenstadt sind ebenfalls noch recht viele Bauten erhalten, u. A. ein verwunschenes Theater, die Kaianlagen, die Akropolis (Burg, Stadtmauer) und viele Felsengräber.
Kontrastprogramm: Oben in den Bergen sieht es aus wie in den Alpen, nur die ein oder andere Schildkröte, die erstaunlich behende den Weg kreuzt, erinnert daran, dass das hier nicht Tirol ist!
P.S: Wolfgang entschuldigt sich recht herzlich für die telefonische Unerreichbarkeit an seinem Geburtstag, aber die neue Handy-Nr. funktioniert noch nicht! Ab Morgen geht das aber: 0090 (0) 537 860 7984 . Recht herzlichen Dank für die vielen Glückwunsch-mails!

14.06.2004

Montag, 14. Juni 2004

Montag, 14.06.04 – Der Tag löst sich in Wohlgefallen auf, weil die Mechaniker kein Gas zum Schweißen haben und deshalb eine kleine Schraube, die Wolfgang geändert haben wollte, nicht verlängern können. Weil die Handy-Nr. eben nicht so funktioniert, wie sie sollte und das entsprechende Büro natürlich lange Siesta macht und der Verkäufer außer türkisch nur russisch spricht, was Wolfgang aber schon halb vergessen hat. Und weil sich ein Gewitter über dem Olymp zusammenbraut und weil es an manchen Tagen einfach nicht so läuft, wie man es gerne hätte. Und dann bleibt man eben am besten zu hause und genießt die schöne Aussicht.

15.06.2004

Dienstag, 15. Juni 2004

Dienstag, 15.06.04 – Heute klappt aber wieder alles wie am Schnürchen, um 09.45 h löst Manfred die Achterleinen und steuert mich aus der Hafeneinfahrt. Unter Großsegel und Genua mache ich gut fünf Knoten in einer leichten Brise aus Nordost, schon um 14.00 ist deshalb das Tagesziel erreicht und wir ankern in der wunderschönen Cineviz-Bucht, gut versteckt zwischen hohen Bergen, gut geschützt durch ein paar vorgelagerte Klippen und gut versorgt durch eine türkische Familie, die ein winziges Sommerrestaurant am Ufer betreibt. Aber erst mal ins tiefblaue Wasser, herrlich zum Schwimmen! Meine beiden Jungs gesellen sich später zum Sundowner im Restaurant zu einer schweizerischen Crew, der Wirt erzählt von seiner Bypass-Operation, die Ziegen kommen zum Trinken aus den Bergen, die Wirtin facht den Grill an, der Abend wird perfekt.

16.06.2004

Mittwoch, 16. Juni 2004

Mittwoch, 16.06.04 – Morgens lässt der Wind etwas auf sich warten, aber am nachmittag legt er dann plötzlich auf sechs Beaufort zu! Mit halbem Wind Kurs Finike, Rauschefahrt bis vor den Liegeplatz. Und um da rückwärts einzuparken, während die Fallböen mit 35 Knoten quer zur Fahrtrichtung pfeifen, da bedarf es ganz einfach der Hilfe des Marina-Schlauchbootes, das mir den Bug gegen den Wind und um die Kurve drückt. So gelingt das Manöver aber vorbildlich, Rasmus sei Dank, denn wir haben Publikum: Die halbe Rotmeer-Flotte, also die z.B. die Yachten „Apollo“, „Virgo’s Child“, „Fantasy“, „China Moon“ etc., liegt hier! Wolfgang kennt also einige Leute. Im Gegensatz zu Manfred, der war vor ca. 18 Jahren schon mal hier und erkennt rein gar nichts wieder, so sehr hat der Tourismus den Ort verändert!

17.06.2004

Donnerstag, 17. Juni 2004

Donnerstag, 17.06.04 – Weil der Wind morgens ohnehin wieder schwächelt, wird noch ein Ausflug organisiert: Mit dem Taxi nach Myra, da gibt es die schönsten Felsengräber der Türkei, ein grandioses Amphitheater und die Grabeskirche des Hl. Nikolaus zu bewundern. Und der ist ja bekanntlich ein Seemann gewesen und so bis heute Schutzpatron der nassen Zunft!
Schaumkronen auf den Wellen locken uns dann aus dem Hafen, kleine Fock, ein Reff im Großsegel. Dann doch die teilausgerollte Genua, weil der Wind etwas nachlässt. Dann die ganze Genua, dann das Reff aus dem Großsegel heraus und die letzten Meilen noch unter Motor. Drei weitere Yachten und ein paar Gulets teilen sich den wunderbaren Ankerplatz in der Inselwelt zwischen Ashil Adasi und dem Festland mit uns. Ein paar Runden Wasserski und Bananenreiten um uns herum sind auszuhalten bis Ruhe einkehrt und meine Mannschaft die frisch gebrutzelte Tortilla genießen kann.

18.06.2004

Freitag, 18. Juni 2004

Freitag, 18.06.04 – Wir sind, obwohl einfach nur im Kanal zwischen Kekova und dem Festland unterwegs, mal wieder auf Zeitreise, denn um uns herum gibt es Baudenkmäler aus allen möglichen Epochen zu bestaunen: eine gewaltige osmanische Burg an Steuerbord, ein lykischer Sarkophag im Wasser direkt davor, eine komplette, versunkene Stadt an Backbord und Griechenland vor dem Bug! Auf 36°09′ N und 029°35’E fängt nämlich die Europäische Union an, weil die Griechen hier, mehr oder weniger mitten in der Türkei, ein Inselchen haben. Manfred fährt einen prima Achterausanleger an ein Restaurant am Kai und dann liege ich nach fünf Jahren erstmalig wieder in Europa! Das Einklarieren ist (nach einigen Abzockversuchen seitens der Griechen in den vergangenen Jahren….) kein Problem und schnell erledigt. Wolfgang kennt Rudger, den Profi-Skipper auf der Charteryacht (sehr nette Gäste aus Bielefeld!)neben mir, wodurch sich mal wieder ein geselliger Abend mit reichlich Seemannsgarn ergibt, und der einzige Wehmutstropfen ist der kaputte Geldautomat, denn mein Skipper hätte so gerne mal ein paar eigene Euros in der Hand gehabt!

19.06.2004

Samstag, 19. Juni 2004

Samstag, 19.06.04 – Alle paar Tage weht der Meltemi so richtig kräftig. Heute zum Beispiel! Zwei Reffs ins Groß, kleine Fock und dann im Slalom durch die vorgelagerten Inseln bis nach Kalkan. Leider verliere ich die kleine Privatregatta gegen die SY „Stranger in the Night“, aber die ist auch einen Meter länger. Der Skipper Heinrich hilft beim Anleger im neuen Hafen von Kalkan und hat auch noch leuchtende Augen, weil der Tag seglerisch so schön war!
Kalkan hat sich in den letzten Jahren ebenfalls vom Fischerdorf zum Ferienort entwickelt, die Hotels und Restaurants sind aber alle im Familienbetrieb, zudem darf seit Jahren in der Türkei nicht hoch gebaut werden, so hat man von den Dachterrassen herrliche Ausblicke! Die schlimmsten Entwicklungsfehler sind anscheinend einigermaßen vermieden worden, wir fühlen uns jedenfalls wohl. Und eine kleine Miezekatze, die auf ein Schälchen Milch zu Besuch kommt, auch!

20.06.2004

Sonntag, 20. Juni 2004

Sonntag, 20.06.04 – Noch ein toller Segeltag! An sieben windigen Kaps und immer unter dem gewaltigen Baba Dagli (1969 m) entlang! Eine beeindruckende Küste, grün, steil, wild! Und kaum Schiffe unterwegs, nur die „Stranger in the Night“ und ich, die Charteryachten liegen an den Wochenenden ja großenteils in den Basen!
Wenn man schon gar nicht mehr glauben will, dass es dahinten noch eine Bucht gibt, dann lugen plötzlich doch noch zwei, drei Masten über die Baumwipfel, Bestas Limani ist erreicht! Der Anker fällt auf 15 m Tiefe, der Tavernenwirt knotet die Landfeste an einen Felsen und empfiehlt frischen Fisch in seinem Lokal am Hang, und das lässt sich meine Crew ja nicht entgehen!

21.06.2004

Montag, 21. Juni 2004

21.06.2004Montag, 21.06.04 – Frühstück? Pfannkuchenexpress!! Prima Geschäftsidee, einmal Banane-Honig, einmal Zitrone, lütfen (bitte)! Frisch gestärkt auf die nächsten Meilen!!
Verschwiegene Buchten mit einer kleinen Kneipe am Ende, dafür ist dieser Küstenabschnitt bekannt. Und es gibt tatsächlich Dutzende davon! Und am meisten im Golf von Fethiye, wo sich in einem riesigen, seegangsgeschützten Binnenrevier eine Bucht an die andere reiht! Frauke und Heinrich laden meine Mannschaft am Abend in der Boynuzbükü-Bucht zum Abendessen ein, die „Stranger of the Night“ soll vielleicht auch mal längere Strecken segeln, hoffentlich klappt das, wir würden uns freuen, dann könnte man den schönen Abend bei Euch an Bord noch ein paar mal wiederholen!!!!

22.06.2004

Dienstag, 22. Juni 2004

Dienstag, 22.06.04 – Die Taverne im Scheitel der Bucht wurde ja gestern ausnahmsweise nicht genutzt, deshalb schauen Manfred und Wolfgang wenigstens am Morgen auf einen Kaffee herein.
Danach verabschieden sich die beiden noch schnell von den neuen Freunden, die nach Westen weiter wollen. Ich muss nur noch ein paar Meilen nach Norden, dann ist Göcek erreicht. Ein Liegeplatz findet sich zentral in der Skopea Marina, die Wolfgang noch gar nicht kennt, denn auch Göcek, wo mein Skipper ohne mich vor Jahren ja schon ein paar mal war, hat sich mächtig entwickelt! Der Törnabschlusskneipenbummel ist jedenfalls nicht mehr in wenigen Minuten erledigbar, dass war 1990 noch ganz anders!

23.06.2004

Mittwoch, 23. Juni 2004

23.06.2004Mittwoch, 23.06.04 – Wolfgang will gerade den Schlauch aus der Backskiste holen, da fällt ihm ein Stück braunes Tauwerk unter dem Steuermannssitz auf. Das sich plötzlich selbsttätig ringelt! Weil es nämlich eine Schlange ist!!! Eine echte! Und die schnell zur Einschätzung der Lage herbeigerufenen Türken erkennen schnell: Finger weg, das Ding ist so richtig giftig!!! Ein Experte ist aber schnell gefunden, mit einer Sandale klemmt er die Schlange so ein, dass er sie hinter dem Kopf greifen kann, dann lässt er sie in meine Achterleine beißen, damit sie das Gift verspritzt, und dann bringt er sie an den Ortsrand in den Wald.
Und da die Schlange unmöglich hier in der Marina und , mangels Landfeste auch nicht in Boynuzbükü an Bord gekommen sein kann, haben Wolfgang und Manfred zwei Tage lang mit der Badehose auf ’ner Viper gesessen. Ein bisschen Glück schadet ja manchmal nicht wirklich.